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Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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Gesunde Gelenke – die Zauberformel heißt Bewegung

vm 0386Wenn man älter wird, merkt man das häufig zuerst an den Gelenken. Joggen geht nicht mehr, weil die Hüftgelenke schmerzen, und manchmal tun sogar schon beim Aufstehen die Knie weh. Anfangs bemerkt man es nur ab und zu, mit der Zeit werden die Beschwerden jedoch häufiger und auch heftiger. Die Gründe für die Schmerzen sind in den meisten Fällen Abnutzungserscheinungen innerhalb des Gelenks. In der Regel ist davon vor allem der Knorpel betroffen, der die Belastungen abfedern und die Knochen schützen soll.

Gelenke – die Schaltstellen unserer Beweglichkeit

32bGelenke sind die Schaltstellen unserer Beweglichkeit. Sie sorgen dafür, dass die Knochen beweglich miteinander verbunden werden. Innerhalb eines Gelenks treffen zwei Knochen aufeinander. Die beiden würden sich gegenseitig abreiben und schädigen, wenn sie nicht an ihren Enden durch eine Knorpelschicht geschützt wären. Knorpel ist ein zähes, eigentlich sehr robustes Gewebe, das sich sogar verformen kann. Dadurch können Stöße auf die Knochen abgefedert werden. Wenn viel Druck auf ein Gelenk ausgeübt wird, wie das zum Beispiel beim Herunterspringen von einer Anhöhe beim Kniegelenk der Fall ist, kann der Knorpel diesen Druck aufnehmen und gleichmäßig verteilen. Dadurch ist die Belastung für die Knochen insgesamt geringer. Besonders wichtig für das Funktionieren der Gelenke bis ins höchste Alter hinein ist die Gelenkflüssigkeit, Synovia genannt. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Ernährung des Knorpels. Denn: Der Knorpel ist nicht von Blutgefäßen durchzogen, kann also nicht über den Blutweg ernährt werden. Die Versorgung des Knorpels mit frischen Nährstoffen übernimmt deshalb die Gelenkflüssigkeit.

Die Zauberformel für gesunde Gelenke

Die Zauberformel für gesunde Gelenke heißt „Bewegen, bewegen, bewegen". Denn: Der Knorpel braucht Bewegung. Ein ständiger Wechsel von Be- und Entlastung, eine gleichmäßige und sanfte Druckbelastung sorgen für eine ausreichende Produktion der Synovia und dadurch auch für eine gute Ernährung des Knorpels. Gelenke müssen täglich in möglichst vollem Umfang bewegt werden und in regelmäßigen Abständen eingesetzt, also belastet und wieder entlastet werden. Dann passt sich der Knorpel an die permanenten Herausforderungen an und wird widerstandsfähiger und dadurch auch leistungsfähiger und belastbarer. Das schützt ihn vor Abnutzung. Nur kurzfristige extrem hohe Druckbelastungen auf den Knorpel oder langfristige Dauerbelastungen durch Gelenkfehlstellungen schaden durch Überforderung.

Gelenke mobilisieren und stabilisieren

VM 0331Um Gelenke auch im fortgeschrittenen Alter gesund zu erhalten, müssen sie regelmäßig mobilisiert und stabilisiert werden. Sie mobilisieren ein Gelenk, indem Sie es möglichst täglich und in möglichst großem Bewegungsumfang kreisen oder die Knochenpartner gegeneinander verschieben. Besonders gut sind sanfte Bewegungen ohne große Druckbelastungen, zum Beispiel Spazieren gehen, Fahrradfahren, Schwimmen oder Gymnastik im Turnverein.

Genauso wichtig ist die Stabilisation eines Gelenks durch Bewegung. Gelenke werden stabiler, wenn die kleinen Muskeln rund um das Gelenk gekräftigt und aufgebaut werden. Diese Muskelmanschette führt das Gelenk und hält es in Ruhe sowie in Bewegung in der richtigen Position. Ein Gelenk, das von starken Muskeln umgeben ist, ist besser vor Verschleiß geschützt und weniger verletzungsanfällig. Ein Training, das die Muskeln sanft stärkt, stabilisiert auch die Gelenke, Krafttraining mit oder ohne Geräte, Rückengymnastik oder Funktionstraining – all diese Bewegungsformen sind sinnvoll.